Per Gesetz zu DSL
Nicht von überall her in Deutschland ist für einen DSL Zugang gesorgt. Fast ungefähr 15 Prozent sind nicht mit Internet über den schnellen Datenweg versorgt, sondern müssen sich immer noch mit dem vergleichsweise viel langsameren DFÜ oder ISDN plagen oder sich selbst um Alternativen wie Satellitenempfang kümmern. Da dauert es schon mal unverhältnismäßig lange, eine E-Mail zu laden und an größere Datenmengen wagt sich ein solcher User, für den DSL-Benutzer fast undenkbar, gar nicht erst ran. Mancherorts kratzen Dörfler selbst das Geld für Kooperationsverträge mit den Anbietern zusammen, oder übernehmen Teile der notwendigen baulichen Maßnahmen sogar gleich selbst. Der Bedarf ist groß, die Investitionen für die Anbieter wären es im Einzelfall auch. Ein 24-Monatsvertrag, der die maximale Treuebindung nach den hiesigen gesetzlichen Verhältnissen darstellt, reicht vielen Anbieterfirmen da kaum aus um die Investition, insbesondere in vergleichsweise bevölkerungsarmen Regionen, zu leisten.
Wer gewinnt?
So muss die Nachricht, dass unsere finnischen Nachbarn nun ganz offiziell per Gesetz die Berechtigung bekamen, von jedem Anbieter den Zugang zum DSL Netz zu erhalten und das auch noch mit einer festgelegten Mindestgeschwindigkeit, zunächst so etwas wie Neid auslösen. Das von der finnischen Regierung vor etwa zwei Wochen in Kraft gesetzte Gesetz ist aber nicht ganz so selbstlos und stößt auch auf weniger Widerstände als in Deutschland. So können die Telefonanbieter in Finnland mit weniger Konkurrenz rechnen, denn erst vor kurzem wurde der Markt liberalisiert. Außerdem geht die Kosten-Nutzen Rechnung auch besser auf. Denn nicht nur den Nutzern und Privatleuten wird der Zugang auf die Datenautobahn gesichert, sondern auch Firmen, Verwaltung und Staat der Zugang zu allen, im dünnbesiedelten Land teils weit verstreut wohnenden Bürgern enorm erleichtert